MalteDomurath's reviews

Das Album, was ich am ehesten mit dem Wort „Perfektion“ beschreiben würde. Obwohl die überwiegende Mehrheit der Songs die 5 Minuten Marke locker überschreiten, macht sich keine Langeweile breit. Jeder Song überzeugt von vorne bis hinten, von den Balladen wie „I‘d Do Anything For Love (But I Won’t Do That)“, zurecht ein Megahit, bis zu den härteren, fast Hard Rock Songs wie „Life Is A Lemon And I Want My Money Back“, alle Songs sind pure Perfektion, Jim Steinman hat eine komponistische Meisterleistung abgeliefert und Meat Loaf hat die perfekte Stimme für das beste Rock Album aller Zeiten geliefert.
Eine Band, die man mögen kann, aber definitiv nicht muss, auf Albenlänge jedoch selten überzeugt. Und auch hier tut sie es leider nicht. Wer das Album am Stück hört, dem wird irgendwann die Eintönigkeit ein wirklicher Dorn im Auge sein. Es ist schlicht und ergreifend zu lang, wenn das Album nach „Dark New World“ enden würde, wäre die Bewertung wohl deutlich positiverer. Denn musikalisch ist das, was dem Zuhörer geboten wird, nicht schlecht, es geht nach vorne und versucht auch teilweise, ohne Synth auszukommen, was wirklich gut gelingt. Leider sollte man trotzdem wissen, wann genug ist und auf Albenlänge wird dieser Punkt einfach lange überschritten und führt zu einer Eintönigkeit, die am Ende schwer zu ertragen ist und die Stärken fast verschwinden lässt, was schade ist, denn diese sind definitiv vorhanden.
Eine wohl kontroverse Bewertung, für manche zu hoch, für manche zu tief. In der Geschichte für Alice Cooper ein sehr wichtiges Album, Desmond Child hat, könnte man sagen, seine Karriere wiederbelebt. Natürlich ist „Poison“ das Aushängeschild des Albums, aber dahinter verbergen sich einige unterschätzte Songs, hauptsächlich „House of Fire“, „Why Trust You“ und die Ballade „Hell is Living Without You“. Auch der Rest des Albums ist gut. Gut, aber nicht hervorragend, viel wirkt nach Schema F geschrieben und klingt eher einheitlich als besonders. Wer sich die Highlights raussucht, lernt fantastische Musik kennen, diese sind es auch, die noch die gute Bewertung des Albums bringen, aber wer diese Schwächen nicht haben möchte, sollte sich am deutlich unterschätzten Nachfolger „Hey Stoopid“ probieren, auf dem der 80er (bzw streng genommen 90er) Alice Cooper perfektioniert wurde.
Ein interessantes Album. Ein Opener, der wohl zu den besten Songs der Band im allgemeinen zählen dürfte, auch andere Songs wie „Cemetery Gates“ glänzt durch die Kombination aus hellem Instrumental und zynischen und doch tiefen Lyrics. Und natürlich mit „There Is a Light That Never Goes Out“ den Riesenhit der Band. Trotzdem in seinem Ganzen kein perfektes Album, es hat, gerade in der zweiten Hälfte, seine Durchhänger, auf denen die einige Songs weder besondere musikalische noch inhaltliche Aushängeschilder sind, „Some Girls Are Bigger Than Others“ ist wohl das beste Beispiel. Schade, dies hätte auch problemlos weggelassen werden können, dann hätte das Album einen deutlich perfekteren Abschluss. Nichtsdestotrotz ein absoluter Klassiker, der mit fantastischen Highlights glänzt und das Album, was man jedem zeigen sollte, der die Band kennen lernen möchte.